Juristische Fakultät
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Resilienz in Kulturerbe und Recht

Lehrveranstaltungstyp: Seminar
Veranstaltungssemester: SoSe 2020
Dozent(en): Kersten Jens, Kersten Jens, Prof. Dr. Antoinette Maget Dominicé
Zeit und Ort: Blockseminar vom 3.-4. Juli 2020 in der Remise der Juristischen Fakultät

Informationen und Hinweise

Interdisziplinäres Seminar
Resilienz in Kulturerbe und Recht

Die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft gegen negative Einflüsse kommt in vielen Lebensbereichen und in allen gesellschaftlichen Systemen zum Ausdruck: als persönliche und gemeinschaftliche Resilienz, aber auch als Resilienz in Kunst, Kultur und Recht. In Vergangenheit und Gegenwart haben sich als Antwort auf vielfältige Herausforderungen, Konflikte und Katastrophen – wie beispielsweise Klimawandel oder Bevölkerungswachstum – Strategien entwickelt, um sich an veränderte natürlich-umweltbezogene und soziokulturelle Kontexte anzupassen und schwere Schocks, Krisen oder Traumata zu bewältigen.


Im Rahmen des Seminars wird anhand ausgewählter Fragestellungen und relevanter Fälle das Konzept der Resilienz im Recht sowie im Umgang mit Kulturerbe und in künstlerischen Positionen reflektiert und erläutert werden. Die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit und Diskussion wird auf diverse Materialien und Quellen (Rechtstexte, Entscheide, Kunstwerke und Kulturgüter) aufbauen. Ziel des Seminars ist es, wiederkehrende Ereignisse und Muster von Resilienz zu erkennen sowie Ähnlichkeiten, Unterschiede und Dissonanzen von Resilienzkonzepten zu identifizieren und zu hinterfragen. In der Lehrveranstaltung werden die Studierenden einen vertieften Einblick in resiliente Mechanismen und Ausdrucksformen in Spannungsverhältnis zweier Disziplinen – Kunstgeschichte und Rechtswissenschaft – gewinnen, die sich an vielen Stellen stärker überschneiden und ergänzen, als dies auf den ersten Blick erscheint. Darüber hinaus vermittelt das Seminar den Studierenden methodologische Fähigkeiten, interdisziplinäre Bezüge unterschiedlich gelagerter Themen zu bearbeiten sowie Quellen in unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und in die eigene wissenschaftliche Arbeit einzubeziehen.


Das Seminar wendet sich an Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte und der Juristischen Fakultät.

Die Anmeldung erfolgt über das Studienbüro.


Einführungsveranstaltungen:
- nur für Studierende der Juristischen Fakultät: 05.02.2020, 11-13 Uhr, Ort: "Remise" im Hof der Juristischen Fakultät
- für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer: 21.04.2020, 18-20 Uhr, Ort: "Remise" im Hof der Juristischen Fakultät

Blockseminar: 3./4.7.2020, 9-18 Uhr, Ort: "Remise" im Hof der Juristischen Fakultät


Themenübersicht:
- Resilienz als Rechtsbegriff
- Begriffliche Ursprünge und Anpassungsbedarf - Picasso, Guernica
- Resilienz als Schlüsselbegriff - Afghanisches National Muse-um
- Recht als resiliente Struktur - Guéricault, Le radeau de la Méduse
- Gesellschaftliche Resilienz als Hindernis des Rechts - Resilience Project MANA (Cur. Lee-Ann Martin)
- Resilienz und Ausnahmefall - Palmyra
- Resilienz und Gefahrenabwehrrecht
- Resilienzmechanismen gegen Beeinflussungsversuche der demokratischen Willensbildung
- Resilienzannahmen im Naturschutzrecht/Umweltrecht - Überflute Firenze 1966
- Klimaresilienz
- Resilienz und Denkmalschutz
- Resilienz im Eigentumsrecht - Sammlung Edmund de Wal