Juristische Fakultät
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Climate School

Lehrveranstaltungstyp: Ferienkurs
Veranstaltungssemester: SoSe 2021
Dozent(en): Lehrstühle & Professuren

Informationen und Hinweise

Liebe Studierende,

Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht“ (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916). Die Zuspitzung der Klimakrise ist allgegenwärtig. Gravierende klimabedingte Entwicklungen, wie sich häufende extreme Wetterereignisse – nicht zuletzt die gewaltigen Flutwasserkatastrophe in Deutschland in den vergangenen Wochen – , rücken uns eindrücklich ins Bewusstsein, dass der Klimawandel die Menschheit global und bereits aktuell bedroht. Umso wichtiger erscheint es, dass sich Wissenschaft und Forschung nachdrücklich dessen Bewältigung widmen. Der Klimawandel beschäftigt nahezu alle Forschungsbereiche unserer Universität. Wir sind daher der festen Überzeugung, dass der richtige Umgang mit dem Klimawandel nur im interdisziplinären Dialog zu finden ist.

Auch wenn der Klimawandel uns alle betrifft, so liegt ein ganz besonderes Augenmerk bezüglich der Bewältigung der Klimakrise auf der jüngeren Generation. Daher wollen wir vor allem Ihnen die Möglichkeit geben, die interdisziplinären Grundlagen des Klimawandels frühzeitig kennen und verstehen zu lernen, damit Sie in die Lage versetzt werden, sich adäquat auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft vorbereiten zu können.

Ganz in diesem Sinne wird von Dienstag, dem 28.09.2021, bis Freitag, dem 01.10.2021, die erste interdisziplinäre Munich Climate School als Online-Veranstaltung stattfinden. Über 20 renommierte Dozierende der LMU u.a. aus den Fachrichtungen Natur-, Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften sowie Philosophie und Medizin freuen sich darauf, Ihnen einen fundierten Einblick in die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und dessen (auch) fachspezifische Problemstellungen zu geben.

Hoffentlich gelingt es uns, Ihr Interesse an unserer ersten Munich Climate School zu wecken. Wenn Sie sich für eine Teilnahme, die kostenlos ist, interessieren, schicken Sie uns bitte bis spätestens 07.09.2021 einen tabellarischen Lebenslauf und ein kurzes Motivationsschreiben an klimaforum@lmu.de.

 

In Vorfreude auf Ihre Bewerbungen und den gemeinsamen Austausch,

Ihre
Prof. Dr. Francesca Biagini und Prof. Dr. Helmut Satzger


Das offizielle Programm zur Climate School finden Sie hier. 

 

 

Zu den Veranstaltungen im Einzelnen:

Grundlagen des Klimawandels

Prof. Dr. Julia Pongratz - Department für Geographie 

Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Was hat es mit Kipppunkten auf sich? Woher wissen wir, dass der derzeitige Klimawandel auf den Menschen zurückzuführen ist? Können wir das 2-Grad-Ziel noch einhalten?

In diesem Überblicksvortrag beleuchten wir die fundamentalsten physikalischen Zusammenhänge zwischen menschlicher Aktivität und dem natürlichen Erdsystem -- Wissen, mit dem man leicht beliebte Klimaskeptikerargumente widerlegen kann. In Klimamodellen vereinfacht und auf Hochleistugsrecher gepackt, liefern uns diese Zusammenhänge Vorhersagen zur weiterer Klimaentwicklung. Wir widmen uns dem Hauptantrieb des derzeitigen Klimawandels -- fossile und Landnutzungsemissionen -- und spekulieren fundiert, ob wir vor Corona "peak emissions" bereits erreicht haben. Zuletzt diskutieren wir, wie die Paris-Ziele zur Begrenzung der globalen Erwärmung eingehalten werden können und welche Herausforderungen sich dabei stellen.

Auswirkung und Anpassungsmöglichkeiten 

Prof. Dr. Mathias Garschagen - Department für Geographie

Mit welchen Auswirkungen des Klimawandels müssen wir rechnen? Welche globalen Muster und Trends lassen sich erkennen? Wie sinnvoll sind die jüngsten konzeptionellen und methodischen Neuerungen in der Abschätzung von Klimawandelrisiken? Welche Möglichkeiten gibt es, sich an den Klimawandel anzupassen? Gibt es Grenzen der Anpassungsfähigkeit?

In diesem Block betrachten und diskutieren wir die die bereits vorhandenen sowie zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels. Dabei verschaffen wir uns einen Überblick über unterschiedliche Ökosysteme und menschliche Gesellschaften auf der ganzen Welt, diskutieren aber auch Hotspots mit den gravierendsten Risiken. Neben der globalen Übersicht werden wir in ausgewählte Fallstudien eintauchen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verdeutlichen und methodische Herausforderungen in deren Abschätzung zu erörtern. Dabei nehmen wir u.a. Kaskadeneffekte in den Blick. Darauf aufbauend diskutieren wir, inwiefern eine effektive Anpassung an Klimawandelfolgen möglich sein wird, und betrachten dabei die schwierigen Fragen der technischen und ökonomischen Machbarkeit, aber auch der kulturellen Akzeptanz konkurrierender Anpassungsoptionen. Schließlich diskutieren wir, ob und wann Grenzen der Anpassungsfähigkeit erreicht werden. Neben zahlreichen anderen Quellen nutzt und erläutert der Vortrag jüngste Ergebnisse aus internationalen „Assessments“ wie denen im Rahmen des IPCC oder der Global Adaptation Mapping Initiative (GAMI). Zudem verbindet der Vortrag die Diskussion empirischer oder modellgestützter Befunde mit der Erörterung neuerer konzeptioneller und methodischer Ansätze.

Klimawandel und Extremereignisse

Prof. Dr. Ralf Ludwig - Department für Geographie

Klimawandel und Extremereignisse – Risiken und Perspektiven für das Management regionaler Wasserresourcen

Extreme Wetterereignisse der letzten Jahre haben die Diskussionen um den Klimawandel und seiner Folgen wieder in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fokus gerückt. Trotz erheblicher Fortschritte in der Klimaforschung ist die Abschätzung der regionalen Folgen der globalen Erderwärmung jedoch mit Unsicherheiten behaftet, die häufig als Argument gegen eine vorausschauende Anpassung missbraucht werden.
Der Vortrag zeigt Entwicklungstrends und die projizierte Zukunft von hydrologischen und meteorologischen Extremen für Süddeutschland, die Alpen und den Mittelmeerraum. Mit neuen Simulationen wird gezeigt, dass im Laufe des 21. Jahrhunderts mit häufigeren und stärkeren Starkregen und Hochwasserereignissen, aber auch deutlich vermehrter Trockenheit und Hitze zu rechnen ist, wenn internationale Klimaschutzziele nicht konsequent umgesetzt werden. Die daraus resultierenden Folgen und Risiken für die genannten Regionen werden diskutiert.

Einfluss der Landnutzung auf das Klima 

Dr. Wolfgang Obermeier/Dr. Felix Havermann - Department für Geographie

Was bedeuten Landnutzung, -bedeckung und -management? Auf welche Weise beeinflussen deren Änderungen das Klima und welches Potential bieten sie den Klimawandel abzumildern?

Ungefähr 3/4 der Landoberfläche werden vom Menschen genutzt und dienen hauptsächlich der Produktion von Nahrung und Rohstoffen für Energie und Fasern. Diese Landnutzung und der einhergehende Landnutzungswandel beeinflussen das Klima durch Rückkopplungen auf biogeophysikalische (Temperatur, Niederschlag, Strahlungshaushalt, etc.) sowie biogeochemische Prozesse (z.B. Kohlenstoffkreislauf). Zum Beispiel führt die Rodung von Wäldern für Ackerland typischerweise zu einer Freisetzung von CO2 in die Atmosphäre, was den globalen Treibhauseffekt verstärkt. Je nachdem aber, ob dieser Landnutzungswandel in den hohen nördlichen Breiten oder in den Tropen passiert, können die Effekte über Strahlungs- und Wasserhaushalt die Treibhausgas-bedingte Erwärmung abschwächen oder verstärken. Daher ist die genaue Quantifizierung dieser Effekte entscheidend, um in Zukunft mittels vegetationsbasierter negativer Emissionstechnologien das Carbon Dioxide Removal Potential zu steigern und somit das angestrebte Ziel der Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

  

Klimawandel und biotische Interaktionen 

Prof. Dr. Herwig Stibor - Aquatische Ökologie

Effekte des Klimawandels werden oft hinsichtlich möglicher Anpassungen einzelner Arten untersucht, und Ergebnisse solcher Analysen in Vorhersagemodelle eingebracht. Arten leben aber nie isoliert, sondern in Vergesellschaftung mit anderen Arten, mit denen sie in komplexer Weise interagieren. Diese Interaktionen (Konkurrenz, Prädation, Symbiose) beeinflussen sowohl die Ausprägung möglicher Anpassungen einzelner Arten an Umweltveränderungen, als auch deren Auswirkungen auf regionale und globale biochemische Kreisläufe. Anhand von Beispielen aus aquatischen Ökosystemen werden die zugrunde liegenden kausalen Mechanismen dargestellt und diskutiert.

Rechtliche Instrumente der Klimapolitik

Prof. Dr. Martin Burgi/Malin Nischwitz - Juristische Fakultät

Klimaschutz ja. Aber wie?

Damit Klimaschutz gelingen kann, bedarf es effektiver klimapolitischer Instrumente. In der aktuell besonders intensiv geführten Diskussion um mehr Klimaschutz wird die Bedeutung der Suche nach einem geeigneten Instrumentarium häufig unterschätzt. International und verfassungsrechtlich vorgegeben sind zwar gewisse Klimaschutzziele, instrumentell herrscht indes weitgehende Offenheit. Der Vortrag zeigt auf, welche unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der EU und dem Staat grundsätzlich zur Verfügung stehen, worin sie sich rechtlich unterscheiden und welche Chancen und Risiken für die Umsetzung von Klimaschutz mit ihnen verbunden sind. Neben den „klassischen Instrumenten“ wie dem Erlass von Gesetzen oder Verboten sollen dabei auch Steuerungsinstrumente des Staates wie Emissions- und Brennstoffhandelssysteme und insbesondere der zweckgerichtete Einsatz von Subventionen im Fokus stehen. Schließlich wird herausgearbeitet, warum ein breit gefächertes, auch die Innovationskraft der Wirtschaft nutzendes Instrumentarium auf allen staatlichen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen) notwendig sein wird, um internationale wie nationale Klimaziele zu erreichen.

The International Legal Framework of Climate Protection

Prof. Dr. Christian Walter - Juristische Fakultät

The course aims at providing an overview of the international legal framework of climate protection. It will address the relationship between the UN Framework Convention of Climate Change of 1992 (UNFCCC) and the Kyoto Protocol of 1997 and the Paris Agreement of 2015. The combat against climate change will be put into the overall context and development of international environmental law. The main focus of the course is, however, on an analysis of the main mechanisms provided for under the Paris Agreement.

Klimaverfassungsrecht

Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold - Juristische Fakultät

In dieser Veranstaltung werden wir der Frage nachgehen, welche staatlichen Pflichten zum Klimaschutz sich aus dem Grundgesetz ergeben und welche verfassungsrechtlichen Grenzen der Staat zu beachten hat, wenn er Maßnahmen zum Klimaschutz ergreift. Im Zentrum unserer Überlegungen wird dabei der spektakuläre und viel besprochene Klimaschutz-Beschluss des BVerfG vom 24. März 2021 stehen.

Klimastrafrecht 

Prof. Dr. Helmut Satzger/Nicolai von Maltitz LL.M. (Columbia/UvA) - Juristische Fakultät

In der Zuspitzung der „Klimakrise“ rückt die Verantwortlichkeit für Klimawandel und Klimafolgeschäden derzeit immer stärker in den Fokus der (Welt-)Öffentlichkeit. Unser Modul zum „Klimastrafrecht“ geht in diesem Kontext der Frage nach, welche Rolle (strafrechtliche) Verbots- und Sanktionsnormen als Teil einer effizienten Klimapolitik spielen können. Hierbei werden wir nicht nur der Möglichkeit der Pönalisierung klimaschädlicher Verhaltensweisen, sondern auch die mögliche Befreiung von Strafe von grundsätzlich strafbedrohten Handlungen „im Namen des Klimaschutzes“ (Stichwort: ziviler Ungehorsam) näher betrachten.

Kapitalmarktrecht im Kontext des Klimawandels

Peter Zickgraf - Juristische Fakultät

In ihrem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums aus dem Jahr 2018 hat die Europäische Kommission das Ziel einer Umlenkung privater Kapitalflüsse in nachhaltigere Investitionen zum Zwecke der Finanzierung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums ausgegeben. Angesichts des bestehenden jährlichen Investitionsbedarfs von ca. 200 Mrd. EUR zur Erreichung der selbstgesetzten Klima- und Energieziele der Europäischen Union besteht hierfür ein erhebliches und unabweisbares Bedürfnis. Mittlerweile hat der Unionsgesetzgeber zahlreiche Maßnahmen aus dem Aktionsplan im Bereich der Kapitalmarktgesetzgebung umgesetzt. Der Vortrag widmet sich zunächst den einzelnen Regulierungsinstrumenten und zeigt deren Wirkungsmechanismus auf. Unter Berücksichtigung der Funktionsweise des Kapitalmarkts sowie rechtsökonomischer Grundlagen soll hierbei die Frage näher beleuchtet werden, ob und wie diese kapitalmarktrechtlichen Regulierungsmaßnahmen einen effizienten Beitrag zu einem effektiven Klima- und Umweltschutz leisten.

Vergleichende Umwelt- und Klimapolitik

Prof. Dr. Christoph Knill/Dr. Yves Steinebach - Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

Staatliche Maßnahmen spielen eine zentrale Rolle in der Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels. Das vorliegende Modul präsentiert unterschiedliche Konzepte wie sich staatliches Handeln im Bereich der Klima- und Umweltpolitik erfassen und vergleichen lässt und welche zentralen Voraussetzung der Staat erfüllen muss, um das Klima und die Umwelt langfristig zu schützen.

Klimawandel und Gesundheit

Stephan Böse-O’Reilly/Dr. Julia Schoierer - AG Globale Umweltmedizin

Wie sind und werden wir zukünftig durch den Klimawandel in unserer Gesundheit betroffen sein? Welche Personengruppen trifft der Klimawandel dabei besonders stark? Wodurch können wir in diesen Zeiten sowohl unsere Gesundheit als auch unser Klima schützen?
Diese und weitere Fragen zum Zusammenhang von Klimawandel und Gesundheit beantwortet der Vortrag und zeigt dabei auch, was hinter der Einschätzung der WHO steckt, der Klimawandel sei die größte Herausforderung für die menschliche Gesundheit weltweit.
Wir beleuchten die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels weltweit, blicken aber verstärkt auf Deutschland und nehmen besonders vulnerable Gruppen in den Fokus. Am Beispiel des Hitzeschutzes stellen wir Anpassungsmaßnahmen vor und schließen den Vortrag mit einer Ideensammlung von Gesundheitsschutz in Zeiten notwendigen Klimaschutzes, denn Gesundheitsschutz ist gleich Klimaschutz.

Einführung in die Klimaökonomie

Prof. Dr. Karen Pittel - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Seit William Nordhaus im Jahr 2018 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde (für die Integration des Klimawandels in die langfristige makroökonomische Analyse), ist die klimaökonomische Forschung stärker in das allgemeine Bewusstsein gerückt. Ökonomen beschäftigen sich allerdings schon sehr viel länger mit den wirtschaftlichen Auswirkungen und Folgen des Klimawandels, der Abschätzungen von ökonomischen Kosten von Klimaschutz und Anpassung, internationalen Klimaabkommen und der Ausgestaltung von Klimapolitiken. Die Vorlesung gibt zunächst einen kurzen Überblick über die Themenfelder, mit denen sich Klimaökonom*innen beschäftigen. Daran anschließend werden die folgenden Themen exemplarisch behandelt:

  • Ansätze und Herausforderungen bei der Bewertung der Wirkungen des Klimawandels, der sogenannten Social Costs of Carbon.
  • Ansätze zur Einbeziehung der Klimawirkungen in ökonomische Entscheidungen durch CO2-Bepreisung, und
  • Vorstellung eines klimaökonomischen Modells in der Tradition von Nordhaus

Bewertung und Zinsmodellierung mit Bezug zu Klimamodellen 

Prof. Dr. Christian Fries - Mathematisches Institut der Universität München

Informationen folgen in Kürze!

 

Risk Assessment and Climate Change

Dr. Andrea Mazzon - Mathematisches Institut der Universität München

In mathematical finance, a prominent role is played by Risk management. Banks, financial institutions and simple investors have to take decisions whose future outcome is uncertain, so that a given degree of risk is implied: the goal is then to measure the risk of a financial position (think for example about the portfolio of a trader) and possibly to minimize it.
This approach is of utmost importance when coming to Climate risk, i.e., the risk of huge, economic losses due to natural disasters whose size and frequency are steeply increasing in these years due to climate change. As an example, think about insurance companies, that may have to pay back great amounts of money due to extreme climate events in some areas. Or consider the case of a regulator that has to decide on (costly) emission abatement policies considering the impact of emission abatement on the average temperature and then on the likelihood of such extreme events.
Scope of this lecture is to give a general, non technical introduction on the way such problems are studied in Financial mathematics, also mentioning the challenging but fascinating problem of how to deal with model uncertainty: not only we don’t know if an extreme climate event (like the melting of the Antarctic ice sheet) will happen or not, but we don’t even know its probability.

 

Knowledge and Climate Change

Prof. Dr. Henrike Rau/Sarah Kessler - Department für Geographie 

The need for cultural sensitivity and integration with lived everyday reality

Increasingly, research reveals that (official) calls to climate action overemphasise individual responsibility for mitigating climate change, disregarding that single consumers’ true impact on the climate remains rather negligible. How climate matters are dealt with collectively consequently presents a pressing research gap. Drawing on our own and other people’s research, we want to discuss how collectively held views of climate change vary significantly both within and between societies, producing divergent climate cultures. Calls for rapid and radical action, underpinned by alarmist views of climate change, contrast with more sceptical takes and even some variants of climate change denial. These latter ‘alternative’ climate cultures are however persistently marginalised and thus remain largely invisible in public perceptions. Moreover, there are conservative perspectives that treat climate change as a manageable problem that requires measured action. Considering the politics and practice of climate action, it emerges that climate cultures that dominate in elite circles, including among scientists and decision makers, may prescribe courses of action that either bear no resemblance to or actually clash with the everyday experiences and practices of citizens.

  

Modelle der Klimagerechtigkeit

Prof. Dr. Markus Vogt - Fakultät Katholische Theologie

Klimaschutz als Freiheitsrecht; Synergien und Konflikte zwischen Klimaschutz und Armutsbekämpfung; „Gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung der Nationen“; Globaler Egalitarismus in der Klimagerechtigkeit? Modelle: „responsibility and capacity“ vs. „contraction and convergence“; der CO2-Budgetansatz; CO2-Steuer oder Zertifikatenhandel als Überwindung des Marktversagens?

 

 

nach oben

Dokumente