Juristische Fakultät
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Legal Loves Tech Hackathon 2023

Erfolgreiche Neuauflage des studentischen Hackathons aus Mitteln des Lehrinnovationspreises

12.01.2023

Eine Woche voller Legal Tech für jedermann – so lautete das ambitionierte Ziel des Legal Loves Tech Hackathons (LLT), der vom 2. bis 8. Januar 2023 stattfand. Neben der Bewältigung einer Hackathonaufgabe wurde ein umfassendes Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und weiteren Challenges geboten, sodass jede:r unabhängig von Vorkenntnissen und Interessensschwerpunkten einen Zugang zum Thema Legal Tech erhalten konnte.

Rund 150 Studierende aus ganz Deutschland und den verschiedensten Disziplinen kamen remote zusammen, um von Legal Tech Expert:innen zu lernen, sich auszutauschen und in über 25 Teams mit ihren entwickelten Lösungen die Jury zu überzeugen. Dabei konnten die Teams aus von den Veranstalter:innen gestellten Problemen auswählen, auf die durch das Kursprogramm dezidiert vorbereitet wurde, oder eigene Herausforderungen mitbringen, denen sie mit ihrem Legal Tech Tool begegnen wollten. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich übernahm wie beim 1. Hackathon 2021 wieder die Schirmherrherrschaft der Veranstaltung, die aus Mitteln des Lehrinnovationspreises der LMU finanziert wurde, mit dem Organisator Sebastian Nagl für die Premiere des Hackathon im Jahr 2021 ausgezeichnet wurde.

14 Teams qualifizierten sich schließlich für das große Finale und präsentierten die von ihnen entwickelten Lösungen. Dabei hatten sie jeweils vier Minuten Zeit, um die Jury restlos von ihrer Idee zu überzeugen. Die Jury, bestehend aus Kirsten Rulf, Nicole Formica-Schiller, Matthias Grabmair, Ann-Sophie Blaser und Sarah Rachut, hatte in Anbetracht der Qualität der Einreichungen keine leichte Aufgabe, die Gewinnerteams zu küren. Sie zeigte sich allgemein begeistert von der Vielfalt der gepitchten Ideen und sah beachtliche Entwicklungen.

Der erste Platz ging an das Team „ComplAI“, die mit ihrer Lösung auf die Probleme kleinerer Unternehmen eingingen. Damit diese stets den Überblick über Gesetzesänderungen, anstehende Neuregulierungen und für sie wichtige Gerichtsentscheidungen behalten können, entwickelte ComplAI ein Benachrichtigungstool. Matthias Grabmair betonte bei seiner Gratulation die Relevanz und Cleverness der Idee. Besonders hervorzuheben sei außerdem, dass das Konzept bereits relativ weit ausgereift sei und ein existierendes Problem vieler (Klein-)Unternehmer adressiere.

Platz zwei konnte sich das Team „LiKA“ sichern, die einen Lieferkettenassistenten zur Bewältigung der durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) aufgestellten Anforderungen entwickelten. Kirsten Rulf ging in ihrer Laudatio auf die unmittelbaren und mittelbaren Folgen des LkSG ein und zeigte die Bedeutung dessen auf. LiKA leiste hierbei einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung und stelle einen zusätzlichen Anreiz für Unternehmen dar, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Platz drei ging an die Entwickler des Prototyps eines Prozesskostenkompasses. Dieser bietet einer großen Anzahl von Personen unmittelbare und leicht verständliche Unterstützung bei der Beantragung von Prozesskostenhilfe und fördert so den Zugang zum Recht.

Auch Schirmherr Georg Eisenreich zeigte sich begeistert von den entwickelten Lösungen und lud – wie bereits beim letzten Hackathon – das Siegerteam zu einem Austausch im Bayerischen Staatsministerium der Justiz ein. Daneben kann sich das Team von ComplAI über den begehrten LLT Pokal, 2.500 Euro Preisgeld und ein Interview in der Zeitschrift Recht Digital (RDi) freuen.