Juristische Fakultät
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Ablauf des Aufbaustudiums in den Grundzügen des Deutschen Rechts sowie Merkblätter und Vordrucke

I. Allgemeines

Der Ablauf des Aufbaustudiums, der Erwerb der erforderlichen Leistungsnachweise und die Magisterprüfung richten sich nach der Prüfungsordnung vom 19. November 1990, zuletzt geändert durch Satzung vom 22. September 2006.

Auskünfte zum Aufbaustudium erhalten Sie von der Studienberatung für Teilnehmer an den Aufbaustudiengängen und ausländische Juristen und im Magister- und Promotionsamt der Juristischen Fakultät.

Zu Beginn des Wintersemesters wird als Blockveranstaltung eine "Einführung in das Studium des Deutschen Rechts" abgehalten. Die Teilnahme daran wird allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dringend empfohlen, da wichtige Fragen zum Studium angesprochen werden. Ort und Zeit der Veranstaltung werden im Internet auf der Seite für den Aufbaustudiengang unter "Aktuelles für das Wintersemester" bekanntgegeben.

Alle Studenten, die den Magister in den Grundzügen des Deutschen Rechts (LL.M.) erwerben wollen, müssen – unabhängig davon, ob sie bereits in das Aufbaustudium oder noch in das Zertifikat eingeschrieben sind – ihre Immatrikulation an der Universität im Magisteramt registrieren lassen. Die Zeiten dafür werden auf der Internetseite für den Aufbaustudiengang unter "Aktuelles für das Wintersemester" veröffentlicht.

Der Betreuer während des Aufbaustudiums wird vom Dekan bestellt. Dazu erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Registrierung ein Formblatt, auf dem sie angeben können, in welchem Bereich sie die Magisterarbeit schreiben wollen. Falls schon Kontakt mit einem Professor aufgenommen wurde oder eine Betreuerzusage vorliegt, muss dies ebenfalls angegeben werden. Die Betreuerbestellung erfolgt dann im Laufe des ersten Semesters.

II. Ablauf und Inhalt des Aufbaustudiums

Das Aufbaustudium dauert zwei Semester. Es kann nur im Wintersemester begonnen werden.

Das Aufbaustudium hat die Grundzüge des Deutschen Rechts - nämlich Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht - zum Inhalt. Eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Rechtsgebiet ist nur durch die Wahl des Seminars, der besuchten Lehrveranstaltungen und des Themas für die Magisterarbeit möglich.

Der Besuch folgender Veranstaltungen ist obligatorisch:

Wintersemester:

  • Vorlesung Bürgerliches Recht für Ausländer
  • Vorlesung Öffentliches Recht für Ausländer
  • Vorlesung Strafrecht für Ausländer

Sommersemester:

  • ein Seminar nach Wahl des Studierenden

In allen vier Veranstaltungen müssen Leistungsnachweise erbracht werden. In den Vorlesungen ist dafür die Teilnahme an der Abschlussklausur erforderlich. Die Voraussetzungen für den Leistungsnachweis im Seminar werden von dem jeweiligen Professor festgelegt; in der Regel werden ein schriftlich ausgearbeitetes Referat und dessen mündlicher Vortrag verlangt.

Falls Sie von der Möglichkeit, eine Vorlesung und das Seminar durch die Teilnahme an einem Grundkurs zu ersetzen, Gebrauch machen wollen, wenden Sie sich bitte vorher an die Studienberatung.

Eine Anmeldung zu den Vorlesungen für Ausländer ist - wie allgemein bei Vorlesungen - nicht erforderlich.

Neben diesen Pflichtveranstaltungen müssen in den beiden Semestern so viele zusätzliche Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare) besucht werden, dass sich einschließlich der Pflichtvorlesungen für Ausländer und des Seminars eine Gesamtzahl von mindestens 24 Semesterwochenstunden für die beiden Semester zusammen ergibt. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Veranstaltungen möglichst gleichmäßig auf die beiden Semester verteilen, also im Idealfall 12 Wochenstunden im Wintersemester und 12 Wochenstunden im Sommersemester.

Diese zusätzlichen Veranstaltungen wählt der Studierende entsprechend seinen Interessen aus dem Vorlesungsverzeichnis der Fakultät aus.

III. Magisterarbeit

Die Ausgabe des Themas der Magisterarbeit durch den Betreuer erfolgt nach dem Ende des ersten Semesters und vor dem Ende des zweiten Semesters, d.h. zwischen dem 1. April und dem 30. September. Der Betreuer muss die Ausgabe dem Magisteramt schriftlich mitteilen; mit Eingang dieser Mitteilung im Magisteramt beginnt die Viermonatsfrist für die Anfertigung der Magisterarbeit zu laufen. Diese Frist kann auf begründeten Antrag hin um höchstens zwei Monate verlängert werden.

Vier Monate nach Ausgabe des Themas muss der Studierende zwei Exemplare der Magisterarbeit in deutscher Sprache zusammen mit einer CD im Magisteramt einreichen, außerdem ist die eidesstattliche Versicherung gemäß § 6 Abs. 4 PrüfO beizufügen. Die Erklärung darf nicht in die Magisterarbeit eingebunden sein. Einen Vordruck für die Versicherung sowie ein Titelblattmuster finden Sie hier.

Die Länge der Magisterarbeit soll 50 Seiten nicht überschreiten. Bitte lesen Sie unbedingt das Merkblatt "Hinweise zur Anfertigung und Einreichung der Magisterarbeit“, das Sie hier ausdrucken können oder im Magisteramt erhalten. Außerdem wird am Anfang des Sommersemesters eine zweistündige Veranstaltung angeboten, in der Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten und zu dem Formalien für die Magisterarbeit gegeben werden.

Die Magisterarbeit wird von dem Betreuer als Erstgutachter und von einem weiteren Professor als Zweitgutachter bewertet. Für die Bewertung stehen nach der Prüfungsordnung insgesamt sechs Monate zur Verfügung. Der Erstgutachter kann die Arbeit einmal zur Nachbesserung zurückgeben.

IV. Mündliche Prüfung

Stoff der mündlichen Prüfung sind Grundzüge aus den drei Gebieten Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht. In einem dieser drei Bereiche muss die Kandidatin oder der Kandidat ein Spezialgebiet wählen, das dann anstelle der Grundzüge geprüft wird.

Wird zum Beispiel aus dem Bereich des Bürgerlichen Rechts das Familienrecht als Spezialgebiet gewählt, so wird statt der Grundzüge des Bürgerlichen Rechts nur Familienrecht geprüft.

Die mündliche Prüfung findet grundsätzlich am Ende der Vorlesungszeit des zweiten Semesters statt. Bitte beachten Sie die Informationen unter "Aktuelles für das Sommersemester".

Die Prüfungen finden in den Dienstzimmern der jeweiligen Prüfer statt; die Namen der Prüfer werden den Kandidaten vom Magisteramt mitgeteilt.

Der Anmeldung zur mündlichen Prüfung sind die folgenden Unterlagen beizufügen:

  • schriftlicher Antrag an den Dekan auf Zulassung zur mündlichen Prüfung mit Erklärung über das gewählte Spezialgebiet,
  • Nachweis der Immatrikulation zum Aufbaustudium,
  • Belegblatt zum Nachweis des ordnungsgemäßen Ablaufs des Aufbaustudiums,
  • Leistungsnachweise aus den drei Vorlesungen für Ausländer und dem Seminar.

Falls Sie den Seminarschein noch nicht befügen können, weil Sie Ihr Referat nach dem Termin für die Anmeldung erhalten, legen Sie bitte eine Bestätigung über die Teilnahme bei. Einen Vordruck dafür erhalten Sie im Magisteramt.

Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung wird eine spezielle Vorlesung angeboten, die die Teilnehmer mit der Prüfungssituation vertraut machen soll. In Gesprächen über Themen aus den drei Prüfungsgebieten soll dabei die freie Rede zu juristischen Themen geübt und der mündliche Ausdruck verbessert werden.