Juristische Fakultät
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Moot Courts an der LMU

RechtsgebietTeamgrößeSemesterAufwandAnrechenbare Leistungen
EDMC Zivilrecht 2 3-7 niedrig Grundlagenseminar
C. Vis Moot Court UN-Kaufrecht u. Schiedsgerichtsbarkeit 5-8 ab 2. hoch Freischussverlängernd
Jessup Moot Court Völkerrecht 4-5 ab 3. hoch Freischussverlängernd
ICC Mediation ICC Mediation Rules 4 4-8 mittel Keine
BFH Moot Court Steuerrecht 4 ab 5. mittel--hoch Keine

 

Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court

Beim Vis Moot Court erwerben Sie Kenntnisse in Bereichen des internationalen Zivilprozessrechts und internationalen Privatrechts (SPB 7) und erhalten Gelegenheit, sich ein ganzes Semester lang intensiv mit einem großen Fall auseinanderzusetzen. Sie lernen, vor Publikum aufzutreten und für Ihre Partei zu argumentieren, im Team zu arbeiten, erste Kontakte zur Praxis zu knüpfen und treffen Juristen aus aller Welt.

Es gibt keine nationalen Vorentscheide, das Team nimmt sicher an den Wettbewerben in Hong Kong und Wien teil!

Rechtsgebiet

Prozessual: Schiedsgerichtsbarkeit
Materiell: UN-Kaufrecht

Zeitraum

Ein Wintersemester
Der Wettbewerb teilst sich in eine mündliche und eine schriftliche Phase: Der Sachverhalt erscheint im Oktober, Schriftsätze werden im Dezember und Januar abgegeben; die mündlichen Wettbewerbe finden nach einer Vorbereitungsphase im März/April in Hong Kong und Wien statt.

Anmeldezeitraum

Im Sommersemester vor der gewünschten Teilnahme im Wintersemester.

Teamgröße

5 bis 8 studentische Teilnehmer

Empfohlenes Semester

ab dem 2. Semester bis zum Examen

Voraussetzungen/ Auswahlverfahren

Voraussetzungen: gute Englischkenntnisse, Teamfähigkeit, Einsatzbereit-schaft, Freude an Jura und dem Erarbeiteten eines umfangreichen Falls. Auswahlverfahren: schriftliche Bewerbung, mündliches Auswahlgespräch, Teilnahme an einem Auswahlwochenende

Austragungsort

Schriftliche Vorbereitungsphase: Institut für internationales Privatrecht der LMU München, Veterinärstr. 5 Mündliche Vorbereitungsphase: Kanzleipleadings in München und Frankfurt, Pre-Moots in verschiedenen Städten (meist europaweit)

Finalrunden

Hong Kong und Wien

Arbeitsaufwand

Der Vis Moot beansprucht ein komplettes Semester, in dem zwar parallel ein bis maximal zwei Scheine erworben werden können. Es wird aber erwartet, dass die Teilnahme am Moot Court als vorrangig vor dem Studium angesehen wird, zumal hinsichtlich des Staatsexamens keine Studienzeit verloren geht (s.u.).

Anrechenbare Leistungen

  • freischussverlängernde Zusatzausbildung gem. § 37 IV JAPO
  • Grundlagenseminar, erforderlich nach § 10 IV JAPO
  • Fachsprachenschein, erforderlich nach §§ 10 V, 24 II JAPO

Weitere Informationen

Der Vis Moot Court wird an der LMU vom Munich Center for Dispute Resolution (MuCDR) betreut.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an vis-moot@mucdr.org

Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.mucdr.org/index.php?page=moot&sub=willem_c_vis

Philip C. Jessup Moot Court in International Law

Der Jessup Moot Court ist der größte und älteste englischsprachige Moot Court auf dem Gebiet des Völkerrechts. Er wird seit 1959 ausgetragen und umfasst heute über 600 Teams aus rd. 80 Ländern.
Im Rahmen des Moot Courts wird eine Verhandlung vor dem Internationalen Gerichtshof simuliert. Das Team fertigt dabei für Kläger und Beklagten die Schriftsätze an und verteidigt diese in einem mündlichen Pleading gegen andere Teams.
Die Teilnahme am Jessup Moot Court vermittelt neben Kenntnissen im Völkerrecht insb. auch rhetorische und sprachliche Fähigkeiten, die bei den zahlreichen Pleadings intensiv geübt werden.

Rechtsgebiet

Allgemeines und spezielles Völkerrecht; Verfahrensrecht des International Gerichtshofs

Zeitraum

Auswahl der Teilnehmer regelmäßig im Juli/August; Ausarbeitung der Schriftsätze von September bis Januar;
Vorbereitung auf das mündliche Pleading bis Februar; die Wettbewerbsrunden finden idR im Februar / März statt.

Anmeldezeitraum

Bis jeweils Juli des Jahres; genaue Daten werden rechtzeitig auf der Jessup-Homepage bekanntgegeben

Teamgröße

idR vier oder fünf Teilnehmer

Empfohlenes Semester

Ab ca. 3. Semester

Voraussetzungen

Insb. gute Englischkenntnisse und Interesse am Völkerrecht; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Auswahl der Teilnehmer anhand von Bewerbungsgesprächen.

Austragungsort

Vorbereitung in München. Im Rahmen der Vorbereitung auf das mündliche Pleading idR auch Kanzleipleadings. Die nationalen Runden finden an einer deutschen Universität statt; die internationalen Runden idR in Washington D.C.

Arbeitsaufwand

Die Teilnahme am Jessup Moot Court nimmt im betreffenden (Winter-) Semester idR soviel Zeit in Anspruch, dass nebenher zumeist allenfalls eine Veranstaltung besucht werden kann.

Anrechenbare Leistungen

Grundlagenseminar (§§ 18 f. PrStO LMU); Anerkennung als Fachspezifische Fremdsprachenausbildung (gem. § 37 (4) JAPO 2003) und damit freischussverlängernde Wirkung.

Weitere Informationen

Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht (Prof. Dr. Walter)
Fragen bitte jederzeit gerne an: jessup-moot@jura.uni-muenchen.de
Weitere Informationen unter: http://www.jura.uni-muenchen.de/fakultaet/lehrstuehle/walter/lehre/jessup-moot-court/index.html

ELSA Deutschland Moot Court

Ziel des EDMC ist es, so realitätsnah wie möglich die zivilgerichtliche Praxis zu imitieren. Das bedeutet, dass zu einem gestellten Sachverhalt ein verkürztes schriftliches Vorverfahren abgehalten wird, während dessen von den Teams Klageschrift und eine Klageerwiderung ausgetauscht werden, welche dann während einer mündlichen Verhandlung vor Richtern erörtert werden. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb werden intensive Trainings und Workshops abgehalten, in denen das Wissen zur Erstellung eines Schriftsatzes und das korrekte Auftreten vor Gericht vermittelt werden.

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Zivilprozessrecht

Zeitraum

November bis Januar

Anmeldezeitraum

November

Teamgröße

2

Empfohlenes Semester

3-7

Voraussetzungen

Die Teilnehmer sollten Engagement und Zuverlässigkeit mitbringen und die Fähigkeit besitzen komplexe Sachverhalte zu erfassen und kompetent und kreativ lösen zu können.

Austragungsort

Lokales Finale vor dem Oberlandesgericht München; Nationales Finale vor dem Bundesgerichtshof

Arbeitsaufwand

Für die Teilnahme am EDMC muss das Studium nicht pausiert werden. Die Schriftsatzphase und die Vorbereitung auf die mündliche Verhandlung sind problemlos neben dem Vorlesungsbetrieb zu bewältigen.

Anrechenbare Leistungen

Grundlagenseminar

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von ELSA München oder wenden Sie sich an mootcourt@elsa-muenchen.de

ICC International Mediation Competition

Die ICC International Commercial Mediation Competition wird seit 2006 von der Internationalen Handelskammer in Paris veranstaltet. Jedes Jahr nehmen knapp 70 Universitäten aus verschiedenen Ländern und Kontinenten an dem Wettbewerb teil. Die Teilnehmer simulieren mediationsunterstützte Verhandlungen über fiktive internationale wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten. Ein Verhandlungsteam setzt sich jeweils aus einem Mandanten und einem Rechtsanwalt zusammen. Mittels einer interessenorientierten Verhandlungsführung versucht das Team seine Interessen zu wahren und gemeinsam mit der gegnerischen Seite eine zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten.

Rechtsgebiet

ICC Mediation Rules, uniform international commercial law

Zeitraum

Mitte Februar

Anmeldezeitraum

01. September – 31. Oktober

Teamgröße

4

Empfohlenes Semester

4-8, LL.M. Studium, Referendariat (nicht: Promotionsstudiengang)

Voraussetzungen

Verhandlungssicheres Englisch, idealerweise Workshop Verhandlungsmanagement (MuCDR) absolviert, Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Noten und Studienverlauf

Austragungsort

Vorbereitung in München, Probepleadings bei Großkanzleien, nationaler Pre-Moot in Marburg

Arbeitsaufwand

Wöchentliche Übungseinheiten, genauer Zeitpunkt wird im Team festgelegt. 2-4 Stunden pro Woche

Anrechenbare Leistungen

Keine.

Weitere Informationen

www.mucdr.org

DStJG/BFH Moot Court

Der DStJG/BFH Moot Court, zu dem sich je Hochschule nur ein Team bewerben kann, zeichnet sich dadurch aus, dass den Studierenden ein komplexer Sachverhalt zur Bearbeitung gegeben wird, der am Bundesfinanzhof als Verfahren anhängig ist. Es handelt sich mithin zum „echte“ Fälle, die tatsächlich beim BFH zur Entscheidung anstehen. Dem Team steht im Regelfall nur das Urteil des betreffenden Finanzgerichts zur Verfügung. Auf dieser Basis muss es Revisionsbegründung und Revisionserwiderung verfassen. Das Team wird so gezwungen, den begrenzten Prüfungsmaßstab des BFH als Revisionsinstanz zu respektieren. Es muss sich sowohl in den Revisionskläger als auch in den Revisionsbeklagten hineinversetzen und dementsprechend in Revisionsbegründung und -erwiderung genau entgegengesetzt argumentieren. Sich in einem solchen komplexen Fall zudem auf lediglich 12 Seiten beschränken zu müssen und trotzdem argumentativ zu überzeugen, fordert das Team zusätzlich.

Rechtsgebiet

Steuerrecht

Teamgröße

4

Empfohlenes Semester

Ab 5. Semester

Voraussetzungen

Interesse, sich in einen echten, vor dem Bundesfinanzhof anhängigen Fall einzuarbeiten und hierzu jeweils eine Revisionsbegründung und -erwiderung zu fertigen. Teamfähigkeit. Zeit, den Fall des Moot Court neben den übrigen zu erbringenden Studienleistungen zu bearbeiten.
Näheres zu Bewerbung etc. in besonderen Veranstaltungen im Vorfeld des Moot Courts.

Arbeitsaufwand

Der Zeitaufwand differiert vor allem danach, ob das Team in die Endrunde einzieht oder nicht. In der Vorausscheidung ist in einem Zeitraum von in etwa 4 Monaten ein Schriftsatz von maximal 12 Seiten zu fertigen. Kommt das Team mit diesem Schriftsatz in die Endrunde, so sind in 2 Monaten noch 3 weitere Schriftsätze gleichen Umfangs zu erstellen. Schließlich bleibt noch circa 1 Monat als Vorbereitung für die mündliche Verhandlung.

Weitere Informationen

Lehrstuhl Prof. Dr. Drüen