Juristische Fakultät
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Seminar „Einführung in die Rechtssoziologie“ (LMU)

Aktuelle Forschungsfragen im Schnittpunkt von Recht und Gesellschaft

Lehrveranstaltungstyp: Grundlagenseminar
Veranstaltungssemester: WS 2016/2017
Dozent: PD Dr. jur. Matthias Wendland, LL.M. (Harvard)
Zeit und Ort: Samstag 28. Januar und 11. Februar 2017

Informationen und Hinweise

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar sind die schriftliche Ausarbeitung einer Seminararbeit einschließlich eines Thesenpapiers, der Vortrag der Arbeit vor den Seminarteilnehmern sowie die Teilnahme an der anschließenden Diskussion.

Zeit und Ort

Das Seminar findet als Blockseminar jeweils am Samstag den 28. Januar und 11. Februar 2017 an der LMU München statt.

Seminararbeit

Die Seminararbeit kann je nach Absprache sowohl in der Vorlesungszeit des WS 2016/2017 als auch in der vorlesungsfreien Zeit angefertigt werden (Abgabetermin 6.02.2017 oder 7.4.2017). Für Studierende, die eine Zulassung zum Schwerpunktseminar im SS 2017 anstreben, ist mit der Teilnahme auch der rechtzeitige Erwerb des Grundlagenseminarscheins möglich.

Vorbesprechung

Interessenten sind zu einer Einführungsveranstaltung am Montag, den 31. Oktober 2016 um 18:45 Uhr s.t. in den Karl-Neumeyer-Saal, Institut für Internationales Recht, Veterinärstr. 5, 1. OG eingeladen, auf der über weitere Einzelheiten zum Seminar informiert wird.

Die Teilnehmer können ein Seminarthema aus einer Themenliste wählen oder selbst ein Thema definieren, das sich in die Thematik des Seminars einfügt.

Anmeldung

Das Seminar ist voll belegt. Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

Bei Fragen zum Seminar können Sie sich gern per E-Mail an den Veranstaltungsleiter unter matthias.wendland@ jura.uni-muenchen.de wenden.

Beschreibung

Recht dient mit seinen in Normen gegossenen Wertgrundsätzen der Gestaltung der gesellschaftlichen Wirklichkeit durch die Steuerung menschlichen Verhaltens. Gleichzeitig wird das Recht selbst entscheidend durch die gesellschaftlichen Realitäten geprägt. Recht und Gesellschaft stehen damit in einem wechselseitigen Austausch und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Wechselwirkungen zwischen Rechtsordnung und Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der Rechtssoziologie. Ihr kommt bei der Gesetzgebung wie auch bei der Anwendung des Rechts eine entscheidende Bedeutung zu. Ob eine gesetzliche Regelung ihre Funktion erfüllt, menschliches Verhalten mit Blick auf die Verwirklichung bestimmter Wertungen effektiv zu steuern, ist vom Gesetzgeber dabei ebenso zu berücksichtigen wie nicht intendierte Nebeneffekte.

Das Recht ist allerdings nicht die einzige Form zur Steuerung menschlichen Verhaltens im Gefüge einer Gesellschaft und auch nicht die bedeutendste. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich ein tiefgreifender Wandel staatlichen Handelns vollzogen, in dessen Rahmen rechtliches Handeln zunehmend durch nichtrechtliche Steuerungsformen ergänzt wird. Der „kooperative Staat“, die wachsende Bedeutung der alternativen Streitbeilegung (ADR) – Verbraucherschlichtung, Verhandlung und Mediation – wie auch der Rückgang der Zivilprozesse sind Erscheinungsformen dieses Wandels. Aber auch die rasant fortschreitende Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben, den Alltag und damit die Wechselwirkungen zwischen Recht und Gesellschaft. Die dabei aufgeworfenen Fragestellungen des „lebenden Rechts“ sind so vielfältig und spannend, wie das Leben selbst.

Ihnen soll im Rahmen des Grundlagenseminars nachgegangen werden. Anhand ausgewählter Einzelfragen und aktueller Themenstellungen gibt das Grundlagenseminar eine Einführung in die theoretische und empirische Rechtssoziologie und den aktuellen Forschungsstand.

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