Juristische Fakultät
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Humor ist Glückssache

oder

Wie die Alten den Juristenwitz gebildet

Wer in kürzester Zeit für eine - angesichts der Lebensumstände des Geehrten eher heitere - Festschrift einen Beitrag zu verfassen hat, tut gut, sich auf der komischen Seite des Lebens umzusehen. Ungeschickt ist freilich, daß in ihrem Mittelpunkt ein Jurist steht, denn zu den Stärken der Juristen gehört nun mal nicht der Witz, soviel Humor und Mutterwitz dem Geburtstagskind auch in die Wiege gelegt sein mögen, seine Profession steht nicht in diesem Geruche, und es braucht beispielsweise nicht wenig juristisches Talent, um im noch stets viel zitierten und - frei nach Lessing - umso weniger gelesenen Buch von R. von Jhering, Scherz und Ernst in der Jurisprudenz. Eine Weihnachtsgabe für das juristische Publikum (Göttingen 1884), post festum den Scherz zu entdecken, kein Wunder, war es doch juristischer Sitte gemäß todernst gemeint.

Selbst mit dem Geruche kommt man nicht weit, denn schon Luther schwante nichts Gutes, wenn Juristen sich um die feineren Düfte kümmern, meinte er doch trocken:

"Die Juristen können eine Küchen und ein Schmeisshaus aufbawen und auffrichten, schmecket es wol in der Küchen, so schmeckts desto übler im unehrlichen Ort des Hauses."

Prost Mahlzeit kann man dazu nur bemerken, denn schliesslich stammt das Zitat aus den Tischreden. Gerät so der Humor auf Abwege, wird man sich wohl oder übel nach feineren Klingen umsehen müssen. Sieht man sich in der Literatur des Witzes etwas um, merkt man auch bald, daß es auch da um die Juristen wenig zu lachen gibt:

"Advokaten - Schadvokaten"
"Advokaten lieben Dukaten"

oder auf gut Italienisch

"Chi va dall'avvocato perde l'ultimo denaro",

desto mehr natürlich für den gutverdienenden Vertreter dieser Zunft.

Kümmert man sich ernsthafter um den juristischen Witz, so fällt tatsächlich auf, daß sich phänomenologisch zwei Arten unterscheiden lassen, den eher unlustigen, der unter Juristen gang und gäbe ist; und den derben, der bei Laien zirkuliert und der die Numismatik wie der Rechtsverdreherei zum Gegenstand hat. Bemüht man die Witztheorie, zu der allen voran der Übervater Freud einen wichtigen Beitrag geliefert hat[1], so handelt es sich beim tendenziösen Witz wohl in erster Linie darum, Aggressionen auszudrücken, indem man das sagt, was man nicht sagen darf - wie schon Aristophanes in den Fröschen den Sklaven des Dionysos beim Gang in die Unterwelt herumdrücken läßt, um ihn das Unaussprechliche entfahren zu lassen. Der entsprechend große Lustgewinn, den der Erzähler erzielt, wird den Hörer bestechen oder, - um es mit dem trefllichen Volksmund zu formulieren - "den Lacher auf seine Seite ziehen". Ein Begriff mag hier hilfreich sein, der Begriff der Fallhöhe: Die Pointe in falscher Gesellschaft geäussert fällt nicht, das Moment der Überraschung kommt nicht ins Spiel. [2]

Wo fällt also der Groschen, wenn wir uns einmal so fragen ? Es gibt einen Zug, wie er uns in den einleitend zitierten Formulierungen begegnet ist, der immer und immer wieder vorkommt: Die Geldgier des Advokaten, wobei wir uns hier - wie noch zu zeigen ist - im Publikum so gar nicht unter Juristen befinden. Eine schöne Spur hinterläßt er in der Komödienliteratur; hier finden wir freilich mehr die vis comica, die schwankhafte Ausbreitung des im Witz inkriminierten Verhaltens des Juristen, als die pointierte Zuspitzung. Da können wir etwa in der aus einem älteren französischen Vorbild entwickelten lateinischen Komödie Henno des vom Juristen zum Humanisten gewandelten Reuchlin sehen, wo der jugendliche Liebhaber Dromo die geniale List hat, einen geldgierigen Anwalt, Petrucius, in die Intrige einzuspannen.

Wir wollen die Szene dem quinquagenarius zu Ehren im lateinischen Original wiedergeben:

DROMO: Salve perite iuris et miseris pater,
Patrone, consul, rhetor et legum sciens.
PETRUCIUS: Non admodum misero pater, sed diviti.
Nam liberi, uxor et domus multis egent,
Quos cogor educare mercenarius,
Quare nihil me pauper unquam divitat.
At vade pauper. Abi, miser me nil beat.
DROMO: Quid ? si lucri ex causa tibi quid nascitur ?[3]

Die Aussicht auf Gewinn ist in diesem Fall der Speck, mit dem der Anwalt Petrucius zur Hilfe verführt wird.

Wie sich das Ganze entwickelt hat, sei hier nur angedeutet. Dromo hatte sich in seiner Bauernschläue schon jener Weisheit bedient, daß für den Vertragsschluß im allgemeinen der blosse Konsens ausreicht. Doch selbst da, wo das Darlehen als Realkontrakt ausgestaltet ist, kann trotz geschlossenem Vertrag und erfolgter Auszahlung die Sache brenzlig werden, wenn der Darleiher - wie das hier der Fall war - sich keine Beweise gesichert hat, eine Situation, an die sich schon Gellius im Gedenken an seine kurze Richtertätigkeit in seinen Attischen Nächten mit einem gewissen Gruseln erinnert hat [4] und aus der nun auch dieser Danista klüger werden mußte. Genau diesen Umstand schlachtet nämlich der Galgenstrick von Anwalt aus, indem er den Beklagten Dromo außer Ble (zu Deutsch Bläh) nichts sagen lässt und so die Abweisung der Klage gegen den blökenden Schelm erreicht[5]. Doch fällt dem Advokaten, der sich jetzt auf das pactum de quota litis beruft und seinen Anteil fordert, die schlaue List auf den eigenen Kopf, da Dromo bei seinem Ble bleibt, wie er es später auch stolz rapportiert:

Novi quod usurarius Danista sit.
Decepi eum his octo aureis mirum in modum,
Iuris peritum adeptus perfidum et nequam,
Quotam suam qui pactus esset litium.
Antistrephonte, syllogismo rhetorum,
Decepi eundem, quo institutus sum modo.
Nunc cuius est probitas proba ex sententia ... [6]

Die Spur des geldgierigen Rechtsverdrehers zieht sich weiter. Halten wir doch kurz inne bei der Bettleroper von John Gay, an der sich bekanntlich Brecht - gerechtfertigt oder ungerechtfertigt bleibe dahingestellt - bereichert hat ! Dort verkündet der Bettlerchef Peachum seine Erkenntnis:

A lawyer is an honest employment; so is mine. Like me too he acts in a double capacity, both against rogues and for 'em; for 'tis but fitting that we should protect and encourage cheats, since we live by them. [7]

Und wenig später reimt er:

A fox may steal your hens, sir,
A whore your health and pence, sir,
Your daughter rob your chest, sir,
Your wife may steal your rest, sir,
   A thief your goods and plate.
But this is all but picking,
With rest, pence, chest and chicken;
it ever was decreed, sir,
If lawyer's hand is fee'd, sir,
   He steals your whole estate.

The lawyers are bitter enemies to those in our way. They don't care that anybody should get a clandestine livelihood but themselves.[8]

Die Stücke ändern sich, die Melodie aber bleibt: Auch der frühe Lessing hat hier eingestimmt, wenn er seinen 'jungen Gelehrten' also daherdeklamieren läßt:

"Aber, o himmlische Gelehrsamkeit, wieviel ist dir ein Sterblicher schuldig, der dich besitzt! Und wie bejammernswürdig ist es, daß dich die wenigsten in deinem Umfange kennen! ... Der Rechtsgelehrte, bei einer unseligen Geschicklichkeit unbrauchbare Gesetze abgestorbner Staaten, zum Nachteile der Billigkeit und Vernunft, zu verdrehen, und die fürchterlichsten Urtel in einer noch fürchterlichern Sprache vorzutragen." [9]

Nach dem eher metaphysischem Aspekt des Vorwurfs der Rechtsverdreherei kommt die Dienerin Lisette schneller zu dem, was Sache ist und holt ihren Herrn auf den Boden der goldenen Tatsachen zurück:

"Tun sie doch, als ob sie seit vier Wochen erst in der Welt wären. Wie die Geschenke, so ist der Advokat. Kommen gar keine, so ist der niederträchtigste Betrüger der redlichste Mann. Kommen welche, aber nur kleine, so hält das Gewissen noch so ziemlich das Gleichgewicht. Es steigen alsdenn wohl Versuchungen bei ihm auf; allein die kleinste Betrachtung schlägt sie wieder nieder. Kommen aber nur recht ansehnliche, so ist gar bald der ehrlichste Advokat nicht mehr der ehrlichste. Er legt die Ehrlichkeit mit den geschenkten Goldstücken in den Schatz, wo jene eher zu rosten anfängt, als diese. Ich kenne die Herren !" [10]

Man könnte jetzt so munter die Weltliteratur durchpflügen nach solcher Komik und solchen Witzen; meist wird man in den Rollen der Kritiker Leute aus dem Volk finden, die unter der Neigung der Advokaten zu höheren Werten pekuniär eher zu leiden haben als davon profitieren, so daß der Schluß naheliegt, diejenigen, die sich mit diesem Witz erleichtern, gehörten nicht zur Schicht der Anwälte. Denken wir etwa an Daumier, der in einer Karikatur einen im vollen Flattern des Talars plädierenden Anwalt in der Fülle des Raumes zeigt und mit dem Kommentar versieht: "Un avocat qui évidemment est rempli de la conviction la plus intime - que son client le paiera bien."[11] Wiewohl Daumier in vielen Besprechungszimmern von Anwälten deren Kunst- und Humorsinn illustrieren soll, ist es meist mehr die Komik in der Darstellung, das Pittoreske des - in der Schweiz zudem an den wenigsten Orten getragenen - Talars, das von Juristen bevorzugt wird, nicht dieses direkte Memento, daß dem juristischen Rat so sicher wie das Amen in der Kirche die Honorarnote folgen wird. Nur selten wird so unverblümt und ganz ohne scherzhafte Absicht ausgesprochen, daß im "Sinne von Sicherung und Erhalt der Wirtschaftlichkeit eines Büros ... eine richtig abgerechnete falsche juristische Leistung allemal bedeutsamer <ist> als eine nicht honorierte treffsichere Arbeit", eine Bemerkung, die in der Fachwelt auch prompt auf Widerspruch gestoßen ist. [12]

Daß dieser Verdacht, Witze über die Affinität von Anwälten zum Geld würden unter Juristen nicht ganz als comme il faut empfunden, gegründet ist, lehrt uns ein weiterer Komödiendichter, Goldoni. Auch in seiner Umgebung waren diese Witze verbreitet, wonach Advokaten krummes gerade und gerade krumm machen und dabei ihre Münzsammlung im Schuß zu halten bemüht sind. Freilich gab es da ein Problem. Goldoni ging dieser Typus und die im Volk verbreitete Auffassung offenbar auf die Nerven und er versuchte daher, gegen sie anzukämpfen. Das scheint einmal eine Vorliebe des Dichters zu sein, der das derbe, volkstümliche Theater der Commedia dell'arte reformieren will. Neuerer haben ihre Gegner; das weiß, wer in einer Referendumsdemokratie groß geworden ist, für Goldoni war es Gozzi. Die Pikanterie war jedoch die Stellung zu Beruf und Geld beim einen wie beim andern. Gozzi, von vornehmer Herkunft, wollte - frei nach Madame De Meuron ("Drum fragen ig albe d'Lüt grediuse, öb sie öpper syge oder tüje Lohn zieh.") - etwas sein und nicht gegen Geld arbeiten müßen, und war folglich am Theater um seiner selbst und nicht des Geldes willen interessiert, hielt die alten populären Traditionen hoch und verachtete die natur- und vernunftrechtlichen Erörterungen der Aufklärer. Goldoni hingegen kam vom aufsteigenden Bürgertum, versuchte sich als Reformer und war stolz darauf, selber als Anwalt praktiziert zu haben, in Venedig obendrein, hielt etwas vom Naturrecht und wollte als Dichter Geld verdienen, was er auch den Anwälten konzedierte.

So heisst es denn bei Gozzi in einer kritischen Reflexion gegen die Leute, welche stets "vom Rechte, das mit uns geboren" sprechen wollten:

"Il sostenere con efficacia ed industria continuamente il ius di natura; il dipingere co' più vivi tratti della eloquenza ... pregiudizi le ben fondate regole delle famiglie e le leggi. ..."[13]

Und im Blick auf das Theater als moralische Anstalt meint er im gleichen Sinne:

"L'educazione del minuto popolo, a cui si concede un divertimento teatrale innocente dalle prudenti mire di chi presiede al governo, sta nella religione ... e non nel predicargli il ius di natura, le leggi un abuso, un usurpo tirannico la maggioranza, ..." [14]

Was Gozzi denn von Goldoni denkt, sagt er ganz offen:

"Il signor Goldoni ebbe una ragione efficace di abbandonare e perseguitare quest'arte. I soggetti da eseguire all'improvviso dai comici dell'arte gli fruttavano tre soli zecchini per ciascheduno. Le commedie interamente scritte per i comici, detti colti, gli fruttavano trenta zecchini." [15]

Nun gut, daß Dichter und Regisseure Stücke - und heute zudem schon längst verstorbener Poeten - bearbeiten, um die Kasse aufzubessern, ist auch uns heutigen nicht unbekannt. Die Pikanterie bei der ihm vorgeworfenen Manier, neue Gesetze zu machen, wie er sich auch ausdrückt:

"I lucci ...
...
vorrebbon ogni dì far nuova legge¯
per espugnar più facilmente il vitto; ..." [16]

hängt eng mit dessen Anwaltsprofession zusammen, und Gozzi hat sich auch nicht gescheut, Goldoni im Gehabe und Stil des Anwalts zu porträtieren.

Den Vogel - oder wohl besser den Advokaten - aber hatte sein Rivale, Goldoni, zweifellos abgeschossen, als er die alte Figur des Advokaten, die sich so herrlich für Intrigen eignete und alles verdiente außer Vertrauen, ummodelte in einen Tugendbold und ihm ein Stück auf den Leib schrieb, L'avvocato veneziano, wo er denn nun alles wie aus dem Lehrbuch abschrieb und den Stil des venezianischen Forums mit demjenigen des jus commune konfrontierte, echt realitätssüchtig und wie man es sich auch mit der bei Juristen selten in größerem Ausmaß vorhandenen Phantasie vorstellen mag (der Geehrte zu folgen aber keine Mühe haben dürfte) höchst langweilig [17].

Der Erfolg ließ nicht auf sich warten: Ein venezianischer Anwalt bemerkte feinsinnig in aller Öffentlichkeit, das Stück sei tatsächlich eine Kritik der Advokaten, der Titelheld nur ein imaginäres Wesen, dem nachzuahmen keinem der eingeschriebenen Anwälte gelingen könne und es Goldoni nur darum gegangen sei, die Schwäche und Habgier von so vielen andern bloßzustellen; in presserechtlich unverzeihlicher Weise nannte der Anwalt hier Namen. Zu laut hatte dieser der Tugend der Selbsterkenntnis nachstrebende Vertreter die Untugenden seiner Zunft gerühmt; deren gestrengen Mitglieder liessen ihn dann ihrer Verachtung anheimfallen, so daß der Unglückliche- wie Goldoni es uns in seinen Memoiren schildert - letztlich gezwungen war, seinen Stand zu wechseln [18] Er hatte offensichtlich ein Tabu verletzt; das war dem einfachen Volk erlaubt und hatte in der Volksposse seinen sicheren Platz, den Leuten seines Standes geziemte es aber nicht.

Wie nun aber machte Goldoni seinen Witz ? Wie eh und je im Spiel mit juristischen Formeln und Proverbien, durchsetzt mit Latein, zu goutieren für Insider, für Außenstehende höchst erklärungsbedürftig. Das soll die Einleitung ins Happy End des Stückes La donna di garbo illustrieren, wo Rosaura dem zum gelehrten Juristen avancierten Florindo durch die Blume des lateinischen Syllogismus ihre Liebe erklärt:

Attendete ... Ed acciocchè la quistione sia ancora dalle signore donne intesa, mi varrò in qualche parte dell'italiano. Ecco il mio argomento. Colui che promette fede di sposo ad una figlia libera, è obbligato a sposarla: ita habetur ex toto titulo de Nuptiis. Tizio ha promesso fede di sposo a Lucrezia, ergo Tizio deve sposar Lucrezia.
Florindo: (Intendo il mistero: ma conviene dissimularlo). (da sè) Colui che promette fede di sposo ad una figlia libera, è obbligato a sposarla: nego maiorem, sed Tizio ha promesso sposar Lucrezia; transeat minor; ergo Tizio deve sposar Lucrezia: nego consequentiam."
etc. etc.[19]

Verstanden ? Der Witz fällt, für den Gebildeten, der Lateiner dazu ist. Beim Rest des Publikums muß die Situationskomik weiterhelfen.

Damit sind wir bei den Witzen, die unter Anwälten und Juristen überhaupt zirkulieren. Sie zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Fachjargon aus, der dem Laien nicht immer leicht zugänglich ist. Schliesslich ist, was Recht und Ordnung ist, zu einem schönen Teil sehr arbiträr, wie es ja schon Pascal wußte: "Trois degrés d'élévation du pôle renversent toute la jurisprudence; un méridien décide de la vérité; en peu d'années de possession, les lois fondamentales changent; ... Plaisante justice qu'une rivière borne ! Vérité au deçà des Pyrénées, erreur au delà" [20]. Wer sich hingegen auskennt, wird wenigstens diesseits der Pyrenäen schmunzeln. Den andern hilft nur die Erklärung weiter und da liegt es auf der Hand, daß kommentarbedürftige Witze baden gehen. Mit dem Staudinger in der Hand lässt sich nur schwer lachen und auch mit dem Zürcher, geschweige denn dem Berner Kommentar wird man wohl kaum schneller auf den witzigen Begriff kommen.

Mit diesem einfachen Kriterium in der Hand können wir wohl nicht wenige Witze dem Kreis des unter Juristen zirkulierenden Gutes zurechnen, während wir den plumpem Geldwitz ebensowenig dort angesiedelt sehen wie den Vorwurf der Rechtsverdreherei, der unter Standesgenossen wohl nur in der sublimierten Form des Scherzes im und über den Fachjargon auftaucht. Es genügt dafür, irgendwelche Witzsammlungen aufzuschlagen, die in Katalogen juristischer Buchhandlungen jeweils zur schönen Weihnachtszeit angeboten werden und sich von Jahr zu Jahr - vom Titel abgesehen - sogar nicht einmal verändern [21]. Sie können auch höchstes Niveau erklimmen, diesen Beitrag natürlich ausgenommen all jene Versuche, die für mehr oder weniger witzige Gelegenheiten [22] namentlich für Festschriften gesucht werden und gar in eigenen Festschriften kulminieren können [23].

Wer würde, wenn man einmal auf die gereimten Versuche über Gesetzgebung greift, so ohne weiteres über folgende Verse lachen:

"Was zu veräußern nicht Gesetz noch Amt verbot,
Kann jeder Dritte frei von Dir erwerben.
Und schufst Du durch Vertrag Dir selbst Veräuß'rungsnot,
Nur für Ersatz stehst Du und Deine Erben [24]."

Wer es weiß, mag sie zur Erläuterung von § 137 BGB im Unterricht zitieren, ob sie auf dem humoristischen Umweg dem Studierenden mehr Licht zur Konzeption und Technik des rechtsgeschäftlichen Veräußerungsverbotes zu vermitteln vermögen, als es trockene Rede tut, mag doch mit Fug bezweifelt werden. Für die der Mutter Helvetia dienenden Juristen mag sich dann immerhin die doch nicht ganz scherzhaft gemeinte Frage anschliessen, ob und wie diese Regelung im schweizerischen Zivilrecht greift. Daß man damit ein außerjuristisches Publikum zu Lachstürmen hinreissen könnte, ist aber sicher zu bezweifeln.

Haben wir aber einmal den unter Juristen zirkulierenden Juristenwitz solchermaßen dingfest gemacht, gelingt es wohl auch, einen der ältesten Juristenwitze im Milieu zu lokalisieren. Er führt über eine griechische Witzsammlung, den Philogelos. Da findet er sich in folgender Form:

Σχολαστικὸς εἰκόνας ἀρχαῖα ζωγραφήματα απὸ Κορίνθου
λαβῶν καὶ εἰς ναῦς ἐμβαλῶν τοῖς ναυκλήροις εἶπεν˙ Ἐὰν ταύτας
ἀπολέσητε, καινὰς ὑμᾶς ἀπαιτήσω.

In der Übersetzung lautet er etwa so[25]:

"Ein Scholastikos hatte Bilder mit alten Malereien von Korinth genommen und auf Schiffe verladen. Den Kapitänen sagte er: 'Wenn ihr diese Bilder verliert, werde ich neue von euch fordern'."

Was dem Scholastikos, der als Witzfigur zwischen einem - vornehmlich in juridicis et rhetoricis - Halbgebildeten und einem vollausgebildeten Eingebildeten anzusiedeln ist, durch den Kopf ging, läßt sich unschwer erschliessen, denn man findet ohne weiteres Vorbilder für eine solche Vertragsgestaltung: "Eisern Vieh verdirbt nie", heisst der Merkvers bekanntlich bei den Germanen. Bei den Griechen finden wir die gleiche Praxis, eine solche Klausel hat beispielsweise für Kleinvieh folgendermaßen ausgesehen:

καί πρόβατα δὲ σά ... ἀθάνατα παρέξω [26].

Das bedeutet klarerweise die Vereinbarung einer Risikoüberwälzung auf den Mieter: Geht die vermietete Sache unter, so muß er für deren Ersatz einstehen. Funktionieren kann dies freilich nur, wenn es sich um Gattungssachen handelt. Deshalb liegt auch jener Passagier vollkommen daneben, von dem die gleiche Witzsammlung zu erzählen weiß:

Σχολαστικὸς ἐν πλοίῳ χειμαζομένων καὶκλαιόντων τῶν
συμπλεόντων ˙ Τί γαρ, ἔφη, μικρολόγοι ἐστε; ἐγὼ δὲ δέκα
Ἀττικὰς πλειίονας δοὺς κινδύνῳ τοῦ κυβερνή του πλέω.

Ein Scholastikos fuhr auf einem Schiff, das in Sturm geriet. Als die Mitreisenden jammerten, sagte er: "Warum seid ihr auch so geizig ? Ich zahle 10 Drachmen mehr und reise darum auf Gefahr des Kapitäns". [27]

Der Witz ist vielleicht sogar doppelbödiger, als er sich auf den ersten Blick präsentiert. Zweifellos kann dieser Passagier von der teuren Risikoverlagerung nicht profitieren, da sie ihn nicht davor bewahrt, das ungeliebte Wasser zu schlucken - um nicht zu sagen, ins Gras zu beissen. Hier könnte es sich aber immerhin um eine Speziessache handeln, wenn nämlich der unerschrockene Passagier ein Sklave war. Dumm nur, daß er mit einem solchen Transportvertrag in vorauseilendem Gehorsam allein die Interessen seines Herrn wahrte, der nach dem Tod des Passagiers beim Reeder den Wert des Sklaven einstreichen - und sich dafür einen hoffentlich intelligenteren Nachfolger erstehen könnte. Ein Trost für den in Seenot geratenen Sklaven dürfte dies aber unter Annahme durchschnittlicher Geistesgaben ebensowenig sein wie der Trostspruch jenes Scholastikos, von dem der Philogelos zu berichten weiß, der im tobenden Seesturm den ihm begleitenden Sklaven mit dem Hinweis Mut macht, er habe im Testament seine Freilassung angeordnet. Anders als Sklaven sind jedoch Bilder alter Meister nie Genussachen, wiewohl eine solche Auffassung den für die Bilder ruinösen Ausleihrummel im heutigen Museums- und Kunstbetrieb sicherlich erleichtern würde, denn man könnte das alte Werk am Ort hängen lassen, wo es auch hingehört, und in der Monstershow der staunenden Menschenschlange das neue präsentieren.

Eine besondere Note erhält dieser Witz durch eine Begebenheit, die sich historisch genau lokalisieren läßt. Es handelt sich nämlich um eine Episode, die sich im Jahre 146 v. Chr. abgespielt haben soll. Überliefert wird sie von Velleius Paterculus, einem im Ruhestand schriftstellernden Offizier, der sie im Jahre 29 n. Chr. niedergeschrieben hatte. Er erzählt sie, um den römischen Feldherrn Mummius zu charakterisieren, und handelt davon, wie dieser nach der Eroberung Korinths sich daran machte, die erbeuteten Kunstschätze nach Italien verschiffen zu lassen:

Vell. Pat. 1,13,4 Mummius tam rudis fuit ut capta Corintho, cum maximorum artificum perfectas manibus tabulas ac statuas in Italiam portandas locaret, iuberet praedici conducentibus, si eas perdidissent, novas eos reddituros.

Was in freier Übersetzung etwa heißt:

"Mummius war so ungeschlacht, daß er nach der Eroberung Korinths, als er die von den größten Künstlern verfertigten Bilder und Statuen nach Italien transportieren und dafür die Verträge schließen ließ, den Transporteuren die Klausel diktierte, im Falle von Verlusten neue (sc. Bilder und Statuen) zu erstatten."

Die Diagnose des Vorganges ist nicht allzu schwierig. Ganz offensichtlich hatte Mummius ein falsches Formular verwendet, was nebenbei gesagt wieder einmal die bekannte Tücke bei der Verwendung von Formularen vor Augen führt, und statt einem geeigneten Muster für den Transport von Speziessachen ein solches für Genussachen genommen. Ein aufmerksamer Leser hatte dann den Fehler publik und den General lächerlich gemacht. [28]

Fehler im Umgang mit Formularen waren in Rom nicht ungewöhnlich, schließlich legt die von Caesar nach 48 für die municipia der Gallia Cisalpina initiierte Prozessverfassung dem zuständigen Gerichtsmagistraten ans Herz, darauf zu achten, daß die Parteien nicht irrtümlicherweise die im vorgeschlagenen Formelkonzept verwendeten Blankettnamen gebrauchen und so auch einen falschen Ortsnamen anführen (vgl. lex Rubria 20). Damit ist schon fast gesagt, daß diejenigen, denen man solche Fehler zutraut, sicher nicht zu den juristisch gebildeten Zeitgenossen gehörten. Aber waren es nur Juristen, die über solche Witze lachen konnten ? Sicher nein, das konnte auch das gebildete oder wenigstens geschäftserfahrene Publikum tun, dem der Unterschied zwischen Genus- und Speciessachen vertraut war. Er weist aber nicht anders als die Scherze, die wir im Rom Ciceros und auch später hören, die typischen Ingredienzien eines Juristenwitzes auf, nämlich den Scherz mit der Fachsprache, die das uninformierte Publikum kaum kennt, und der auch den Eingeweihten kaum zu schallendem Gelächter verführt, sondern mehr jenem Lächeln zu vergleichen ist, das unter Auguren geübt wurde.

Haben wir dieses Geschenkpaket für den Jubilar einmal geschnürt, so sehen wir, daß unsere Zunft doch auf eine lange Scherztradition zurückblicken kann, die fast so alt ist, wie der Juristenstand selber. Wenn wir nochmals auf die am Anfang zitierten Beispiele zurückblicken bis hin zu der von Goldoni verfolgten Strategie des Scherzes mit Juristen, wo sich der grosse Komödiendichter von jener Seite her zeigte, mit der nicht zu spaßen war, so sehen wir, daß wir diesen antiken Witz zu jenen reihen können, in welchen der Jurist als Subjekt Witze mit einer für das breite Publikum bescheidenen Fallhöhe eher witzelnd selber gestaltet. Sicher gehört er nicht zum derben Volkswitz mit dem Juristen als Objekt (und je nach dem als traurigem Subjekt), die von der edlen Kunst der Rechtsverdreherei und dem Drang nach der gemünzten Lebensqualität handeln.

Die beiden letztgenannten Aspekte sind unter Juristen offenbar so tabuisiert, daß sie nicht einmal von Witzen, jenen Tabubrechern par excellence, in ein von Hemmungen befreites Lachen münden können. Warum dem so ist und warum demgegenüber der unter Ärzten kursierende Witz überhaupt keine Hemmung zu haben scheint, über die Affinität der Medizin zur Numismatik und zu Totengräberei zu lachen, dem soll hier nicht weiter nachspekuliert werden. Es genüge für einmal, und um endlich Schluß zu machen, der Wunsch, der quinquagenarius nobilis soll von ersterem wenig tun, dafür vom zweiten auch in Zukunft reichlich haben und sich schließlich beim Brüten über rechtlichen Knacknüssen zu den einen oder anderen witzigen Einfällen inspirieren lassen, die doch für ihn zu einer Art Markenzeichen geworden sind - selbst auf die Gefahr hin, daß sie nur uns Juristen zum Lachen bringen sollten.


[1] Sigmund Freud, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten, Frankfurt am Main 1958, bes. 72 ff.

[2] Ebd. 117 f.

[3] J. Reuchlin, Henno, Komödie. Lateinisch und Deutsch, übersetzt und hg. von H. C. Schnur, Stuttgart 1970, 281 ff. Schnur übersetzt die Passage folgendermaßen:

"Dro. Gegrüßet, rechtsgelehrer Herr, der Armen Vater,

Fürsprech, Berater, Redner und Gesetzeskenner !

etr. Bin nicht so sehr des Armen, nur des Reichen Vater,

denn Kindern, Frau und Hausstand mangelt manches,

die ich mit Lohnarbeit ernähren muß.

Drum bringt ein Armer niemals irgendwas mir ein.

Bedürftiger, Armer, geh, an dir verdien ich nichts.

Dro. Doch wenn der Fall vielleicht Gewinn Euch brächte ?"

[4] Gellius, Noctes Atticae, 14,2.

[5] Warum Reuchlin als Itazist hier die Schafe mit ble statt bli imitieren läß, ist nur schwer nachzuvollziehen. Zum Problem selber vgl. G. Ch. Lichtenberg, Über die Pronunciation der Schöpse des alten Griechenlands verglichen mit der Pronunciation ihrer neuern Brüder an der Elbe; oder über Beh, Beh und Bäh, Bäh, eine litterarische Untersuchung von dem Concipienten des Sendschreibens an den Mond, in: Göttingisches Magazin der Wissenschaften und Litteratur, Zweyten Jahrgangs drittes Stück (1781), S. 454-479 = ds., Schriften und Briefe, München 1972 (R. 1994), Bd. 3, S. 296-308.

[6] Vgl. die Übersetzung von Schnur (Fn. 1):

"Ich weiß, was für ein Wucherer Danista ist:

mit den acht Gulden legt ich köstlich ihn herein.

Dann hab ich einen Advokaten mir gedungen,

meineidig und ein Schelm, der seinen Teil am Streit

abmachte; doch mit schlauem Advokatenkniff

führt ich ihn hinters Licht, wie er es mich gelehrt.

Urteilet selbst jetzt, wer von uns rechtschaffen war ..."

[7] John Gay, The Beggar's Opera, Ed. by E. V. Roberts, Music Ed. by E. Smith, London 1969, S. 6 f. (I, 1); vgl. dazu die kongeniale Übertragung John Gay, Die Bettleroper, Übersetzt von H. M. Enzensberger. Mit einem dokumentarischen Anhang, Frankfurt am Main 1960, S. 8:

"Ein Advokat dagegen, das ist ein Ehrenmann, geradeso wie unsereiner. Geradeso wie ich muß er beiden Teilen gerecht werden: er ist gegen den Schuft, er ist für den Schuft, und das ist recht und billig. Der Advokat und ich, wir halten unsre Hand über die schweren Jungens und fördern ihr Talent; denn davon leben wir."

[8] Ebd. 23 (I, 9: Air XI); vgl. dazu die Übersetzung von Enzensberger, S. 25 f. (alle Fn. 1):

  "O Mensch, wie oft wirst du geprellt !

Die Hure nimmt dir Kraft und Geld,

der Wolf raubt dir dein letztes Schaf,

dein Weib bringt dich um deinen Schlaf,

der Dieb um Silber und Brokat.

   O Mensch, dies ist das Schlimmste nicht !

Beklag dich nur nicht vor Gericht,

sonst nimmt dir nämlich stracks und keck

und ohne Wimpernzucken weg

das letzte Hemd dein Advokat.

Die Advokaten sind unsere bittersten Feinde. Sie hätten gern ein Monopol darauf, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nichts ist ihnen so verhaßt wie der freie Wettbewerb mit unsereinem."

[9] Lessing, Der junge Gelehrte. Ein Lustspiel in drei Aufzügen, Verfertigt im Jahre 1747, I, 1, zitiert nach Lessings Werke, hg. von K. Wölfel, Frankfurt am Main 1967, Bd. 1, S. 52 f.

[10] Ebd. II, 2, S. 76.

[11] Nachweis im Katalog 'Karikaturen - Karikaturen ? Kunsthaus Zürich, 16. Sept. - 19. Nov. 1972, Bern 1972, Katalog-Nr. G. 152, Abb. 90, bezeichnenderweise ohne Legende.

[12] So Zawar, JuS 1994, 547 unter Zitierung von Fedtke, Wirtschaftsunternehmen Anwalts- und Notarkanzlei (1993), 16 ff., 20.

[13] Carlo Gozzi, Ragionamento ingenuo e storia sincera dell'origine delle mie dieci fiabe teatrali (1722) in: ds., Opere. Teatro e polemiche teatrali, a cura di G. Petronio, Milano 1962, S. 1029-1091, 1053.

[14] Ebd. 1054 f.

[15] Appendice al "Ragionamento ingenuo", ebd. 1093-1156, 1125 f.

[16] C. Gozzi, La Tartana degl'influssi invisibili per l'anno bisestile 1756 (1757), in: ebd. 971-1027, 1022, vgl. auch 1009 ff.;

[17] Alle Zitate von Goldoni stammen aus der Ausgabe Carlo Goldoni, Opere complete, edite dal municipio di Venezia nel II centenario dalla nascita, Venezia 1907 ff. 'L'avvocato veneziano' findet sich dort in Bd. 3, S. 407-512.

[18] Goldoni, Opere complete, Bd. 36: Memorie riprodotte dall'edizione originale francese, Bd. 1, 319 (2ème partie, chap. 13).

[19] Ebd. Opere, Bd. 3, S. 491 (III,7).

[20] Pascal, Pensées, Éd. de Ch.-M- des Granges, Paris 1964, 151 (n° 294). Ob J. von Kirchmann, Die Wertlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft, Berlin 1848 (R. Darmstadt 1969), S. 24 (S. 25) mit seinem Ausspruch "... drei berichtigende Worte des Gesetzgebers und ganze Bibliotheken werden zu Makulatur", von Pascal inspiriert ist, bedürfte der Untersuchung, die auch die zitierte Schrift Kirchmanns selber verdienen würde. Hinter dem eben so oft zitierten wie falsch verstandenen Satz steht ja ein resignatives Bekenntnis zur wahren Wissenschaft, zu der jedoch die in der Gesetzgebungsflut verstrickte Jurisprudenz keinen Zugang mehr findet. "Aus einer Priesterin der Wahrheit wird sie durch das positive Gesetz zu einer Dienerin des Zufalls, des Irrtums, der Leidenschaft, des Unverstandes. ... Aus dem Äther des Himmels sinkt sie in den Morast der Erde" (S. 22 [23]).

[21] Vgl. G. Heindl / H. Schambeck, Advokaten sind wie die Adler oder Juristen in Geschichten und Anekdoten, Wien 1979; ds., Prozesse sind ein Silberschweiß oder Juristen-Brevier, Wien-Berlin 1979; beide Bücher sind, sieht man von der Papierqualität und dem Umschlag einmal ab, identisch.

[22] Vgl. etwa den geistreichen Text von Detlef Liebs, Rechtliche Würdigung von Paul Valérys Cimetière marin, in: Text und Applikation: Theologie, Jurisprudenz und Literaturwissenschaft im hermeneutischen Gespräch, Hg. von M. Fuhrmann u.a., München 1981 (= Poetik und Hermeneutik IX), 259-262.

[23] Vgl. Das wahre Verfassungsrecht: Zwischen Lust und Leistung. Gedächtnisschrift für F. G. Nagelmann, hg. von C. Umbach u.a., Vorwort von W. Zeidler, Zwischenwort von R. Herzog, Nachwort von E. Benda, Baden-Baden 1984 (= Schriftenreihe der Gesellschaft der Verfassungsfreunde, Bd. 2), vgl. dazu unter kulinarrechtlichen Aspekten Bürge, Lege et labora. Zum Fest geschriebenes für P. Nobel auf den 17. Juli 1985, 1- 13, 1 Fn. 2.

[24] G. Cohn, Das neue Deutsche Bürgerliche Recht in Sprüchen, Berlin 1899, zu § 137.

[25] A. Thierfelder, Philogelos - Der Lachfreund von Hierokles und Philagrios, Griechisch - deutsch mit Einleitung und Kommentar, München 1968, 58 (§ 78).

[26] PSI 4, 377, 5 (250/49 v. Chr.), dazu S. von Bolla, Untersuchungen zur Tiermiete und Viepacht im Altertum, München 1940, 73 ff.

[27] A. Thierfelder (Fn. 1), 58 (§ 81).

[28] Zum Ganzen vgl. die Darstellung bei Bürge, Der Witz im antiken Seefrachtvertrag. Beobachtungen zur Vertragspraxis im antiken Mittelmeeerraum, in: Index. Quaderni camerti di studi romanistici, 22 (1994) S. 389-407.