Juristische Fakultät
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Wintersemester 2012/2013

Mittwoch 24.10.2012 Dr. Erik Röder

Die Kommanditgesellschaft im Rechtsvergleich: Hintergründe für die unterschiedliche Karriere einer Rechtsform

Die Kommanditgesellschaft ist in Frankreich, England, den USA und Deutschland seit langer Zeit Bestandteil der jeweiligen Rechtsordnung, spielt aber in der Rechtspraxis dieser Länder eine höchst unterschiedliche Rolle. In Frankreich kommt sie quasi nicht mehr vor. In England und den USA wird sie überwiegend als Investitionsvehikel eingesetzt. Nur in Deutschland hat die Kommanditgesellschaft einen bedeutenden Anteil am Rechtsformmarkt und findet breite Verwendung als Unternehmensträger für mittelständische Unternehmen. Diese Diskrepanz kann durch das Zusammenspiel von drei Faktoren erklärt werden: Vollständige Haftungsbeschränkung, steuerliche Transparenz und die Möglichkeit des Kommanditisten zur Beherrschung der Gesellschaft.
Montag 19.11.2012 Kilian Eßwein

Privatautonome Gestaltung der Vorstandshaftung

Das deutsche Aktienrecht ist in vielen Bereichen zwingend ausgestaltet. Gerade der Bereich der Vorstandshaftung stellt weitgehend nicht dispositives Recht dar. Es gibt aber eine Reihe von Gestaltungsansätzen, die bei teleologischer Betrachtung bereits de lege lata möglich erscheinen. Auf der tatsächlichen Ebene gibt es wirtschaftliche Erwägungen bzw. Notwendigkeiten, mehr Gestaltungsfreiheit zuzulassen. Ausgehend von dem weitgehend zwingenden Charakter wird die Vorstandshaftung in der AG einer Schutzzweckanalyse unterzogen, um davon ausgehend Gestaltungsansätze telosgeleitet auf ihre Zulässigkeit hin zu untersuchen. Erkenntnisse der ökonomischen Analyse des Rechts finden Eingang in die Erwägungen. Kontrastiert mit dem gestaltungsfreundlichen Recht des US-Bundesstaates Delaware werden rechtspolitische Ansätze für mehr Gestaltungsfreiheit im deutschen Recht der Vorstandshaftung entwickelt.
Donnerstag 6.12.2012 Dr. Martin Engel, LL.M. (Stanford)

Dement und Testament

Menschen werden heute älter. Damit geht ein langsamerer Rückgang körperlicher und vor allem geistiger Fähigkeiten einher. Für das Recht ist schwindende Geisteskraft vor allem deswegen bedeutsam, weil sie irgendwann zur Geschäfts- und Testierunfähigkeit führt. Diese liegt im Zweifel vor, bevor sie offiziell festgestellt wird. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie das Recht mit Verfügungen umgehen kann, die „auf dem Weg“ zur festgestellten Geschäfts- und Testierunfähigkeit getroffen werden.