Juristische Fakultät
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SoSe 2012

Programm im Sommersemester 2012

Mittwoch 23.5.2012 Alessandro M. Luciano

Corporations in Crisis and Director's Duties

Crisis is a “pathology” of the corporation that alters the balance between the corporate stakeholders and increases the agency costs in the relations between shareholders and creditors. In that “twilight moment” often the policies and practices implemented by the directors turn out into perverse incentives. What should corporate law do to reduce these costs? Do the creditors really need to be protected by mandatory rules, or would a “self-help approach” be more cost-effective? Are there some peculiar duties (and, consequently, responsibilities) of the directors in managing the crisis?.

(Vortrag in englischer Sprache)

Mittwoch 6.6.2012 Dr. oec. publ. Lars Hornuf, M.A. (Univ. of Essex) und Markus Reps, LL.M. (Univ. of Wisconsin)

Verhandlung der Arbeitnehmermitbestimmung: Eine Analyse der Verhandlungen über Mitbestimmungsvereinbarungen bei der Europäischen Aktiengesellschaft (SE)

Nach einem trägen Start erlangte die Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea – SE) als Rechtsform gewisse Popularität. Letztere wird u. a. von Eigenheiten ihrer Unternehmensverfassung getragen, etwa der Möglichkeit der Unternehmensvertreter und Arbeitnehmerseite, eine firmenspezifische Arbeitnehmermitbestimmungslösung zu verhandeln. Anhand der Ergebnisse dieser Vereinbarungen wird analysiert, welche Faktoren die Verhandlungen über firmenspezifische Lösungen behindern und ob zwingende nationale Mitbestimmungsregime effizient sind.

Donnerstag 12.7.2012 Daniel Petzold

Die Kosten-Preis-Schere zwischen Kartellrecht, Regulierung und laissez faire

Nicht selten sind Unternehmen auf mehreren Wirtschaftsstufen zugleich tätig und bieten Vorprodukte und Endleistungen aus einer Hand an. Paradigmatisch sind die „Ölmultis“, die auf allen Märkten von der Rohölförderung bis zur Tankstelle wirtschaften. Wettbewerber, die nur auf der Endleistungsstufe anbieten, stehen mit den integrierten Unternehmen dort im Wettbewerb und sind zugleich auf deren Vorprodukte angewiesen. So können sie zweifachem Preisdruck ausgesetzt sein, der als Kosten-Preis-Schere (margin squeeze) bezeichnet wird. Das europäische Kartellrecht verbietet dies, wenn ein Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorliegt. Die Entscheidungspraxis der Kommission und der europäischen Gerichte hat in den letzten Jahren eine eigenständige Fallgruppe Kosten-Preis-Schere hervorgebracht, die oft beschrieben aber wenig hinterfragt wird. Ansätze zu einer kritischen Würdigung gibt es indes viele: Braucht die Kasuistik des Missbrauchsverbots einen weiteren Tatbestand? Lässt sich diese Form der Preiskontrolle ökonomisch untermauern? Warum verweigert sich das einflussreiche US-amerikanische Kartellrecht diesem Wettbewerbsproblem komplett?