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Bibliothek der Abteilung Rechtsvergleichung

I. Bestand

Der Präsenzbestand der Bibliothek umfasst derzeit knapp 70.000 Monographien und Periodika. Dazu kommen etwa 4000 Monographien und Periodika zur Rechtssoziologie. Ca. 8.000 Bände, vorwiegend Periodika, mussten aus Platzgründen magaziniert werden, sind jedoch bei Bedarf zum größten Teil jederzeit zugänglich. Der jährliche Zuwachs betragt im Moment etwa 1.300 Buchbindereinheiten. Die Zahl der laufend gehaltenen Periodika hat sich in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen von ursprünglich 180 auf 158 vermindert.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf zwei (privatrechtlichen) Rechtskreisen:

1. Anglo-amerikanischer Rechtskreis: Die laufend ergänzten Entscheidungssammlungen der arnerikanischen Bundesstaaten ("Reporter") sind ebenso vorhanden wie der aktuellen englischen Gesetzestexte und Entscheidungssammlungen. Die wichtigsten Zeitschriften, Monographien und Kommentare, hauptsächlich aus dem Gebiet des Vertrags- und Schuldrechts, des Familien- und Erbrechts ergänzen den Bestand.

2. Romanischer Rechtskreis (vor allem Frankreich, Italien und Spanien): Auch hier stehen alle wichtigen privatrechtlichen Standardwerke, Kommentare, Gesetzes- und Entscheidungssammlungen Einführungen und Periodika zur Verfügung.
Relativ umfassend sind auch die Bestände an privatrechtlicher Literatur Österreichs, der Schweiz, Belgiens und der Niederlande, während Skandinavien, Lateinamerika, die Länder des Nahen und Fernen Ostens und Afrika nicht in derselben Stärke vertreten sind.

Den Bestand ergänzen ferner die wichtigsten Zeitschriften, Standardwerke und Monographien zum Internationalen Privatrecht, zum internationalen Zivilprozessrecht, zur Rechtsvergleichung sowie die einschlägigen Festschriften und Kongressberichte.

Weiter enthält die Bibliothek eine umfangreiche Sammlung von Literatur zur Rechtssoziologie.

II. Zugang

Der frei zugängliche Bestand der Bibliothek verteilt sich über vier Stockwerke und 20 Räume des Institutsgebäudes in der Veterinärstraße 5 in unmittelbarer Nähe des Universitätshauptgebäudes und des Juristischen Seminars. Abgesehen von der Literatur zur Rechtsvergleichung, zum Internationalen Zivilprozessrecht, den Festschriften und Kongressberichten, die systematisch schwer zu gliedern wäre und deshalb alphabetisch nach Verfassern bzw. Sachtiteln aufgestellt ist, sind die Bestände nach Ländern bzw. Rechtskreisen und innerhalb der Länder nach Rechtsgebieten geordnet. Der systematische Katalog ermöglicht eine differenziertere Literatursuche. Die Bestände sind durch einen Verfasserkatalog, zwei Periodikakataloge (alphabetisch nach Titeln bzw. nach Rechtsgebieten und Ländern geordnet), einen systematischen und einen Schlagwortkatalog erschlossen. Für die rechtssoziologische Literatur gibt es einen eigenen, umfangreichen Schlagwortkatalog.

Für den internen wissenschaftlichen Gebrauch (sowie für die international-privatrechtlichen Gerichtsgutachten, die im Haus erstellt werden) steht eine nach Ländern und Rechtsgebieten geordnete Aufsatzdokumentation der wichtigsten einschlagigen Zeitschriften des In- und Auslandes zur Verfügung. Sie wurde vor einigen Jahren auf EDV (LARS) umgestellt. Seit 1991 hat das Institut auch Zugriff auf die amerikanische Datenbank LEXIS, die aber vorerst nur den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Hauses zugänglich ist.

Die Bibliothek des Instituts für Rechtsvergleichung ist eine Präsenzbibliothek. Sie verleiht zwar keine Bücher und Zeitschriften, versorgt jedoch auswärtige Benutzer mit Photokopien von Zeitschriftenaufsätzen und ausländischen Gerichtsentscheidungen.

Die Bibliothek ist nicht nur Studenten, sondern auch - ohne große Formalitäten - in- und ausländischen Wissenschaftlern, Promoventen, den Mitgliedern der bereits erwähnten Internationalen Rechtsbibliothek und, solange die 40 Leseplätze ausreichen, auch Rechtsanwälten zugänglich.